Acrylamid – Ist Kaffee wirklich krebserregend?

Seit einem Richterspruch in Kalifornien laut welchem die Kaffeehaus Kette Starbucks auf Ihrem Kaffeebecher vor Krebs warnen soll, ist das Wort „Acrylamid“ in aller Munde. Doch was hat es damit auf sich? Ist der morgentliche Routine-Griff zum Kaffeebecher wirklich so gefährlich?

Was ist eigentlich Acrylamid?

Acrylamid entsteht in erster Linie bei starker Erhitzung von stärkehaltigen Lebensmittel. Das passiert also ausgerechnet bei allen Herstellungsprozessen, die Lebensmittel besonders lecker machen: Braten von Kartoffeln, Frittieren von Pommes, Backen von Pizza oder Keksen. Dabei sind vor allem Lebensmittel betroffen, die viel Stärke enthalten, zum Beispiel Kartoffeln und Getreide. Die Acrylamid-Bildung beginnt bereits bei 120°C besonders stark ist diese aber erst bei Temperaturen ab 170°C – 180°C. Wenn man nicht komplett auf die trockene Erhitzung von Lebensmitteln verzichten möchte, ist eine acrylamidfreie Ernährung nicht möglich.

Acrylamid im Kaffee

Da auch Kaffee trocken erhitzt wird, entsteht bei jeder Röstung Acrylamid. Bei guten Kaffees, und so auch bei unseren Kaffees, werden die Bohnen langsam und bei niedrigen Temperaturen geröstet, damit sich die Aromen voll entfalten können und die Bohnen nicht verbrennen. Da der langsame Röstprozess sehr zeitaufwendig ist, greifen viele Kaffeehersteller zur schnelleren Methode: Kurz erhitzen bei sehr hohen Temperaturen. Und genau bei dieser kurzen Erhitzung bei sehr hohen Temperaturen entsteht besonders viel Acrylamid. Aber: Selbst wenn der Kaffee einen sehr hohen Acrylamidwert aufweist, es gilt wie immer: die Menge macht das Gift. Man müsste schon sehr viele Lebensmittel mit einem hohen Acrylamidwert konsumieren, um den Punkt zu erreichen ab dem es für den Körper wirklich gefährlich wird. Auf der Website des BfR gibt es einen Rechner mit dem Sie ihre persönliche Acrylamid-Aufnahme überblicken können. Zum Vergleich: Eine Tasse Kaffee enthält im Schnitt 1,4 Mikrogramm Acrylamid. Eine Portion Pommes (150g) dagegen: 43,7 Mikrogramm.

Acrylamid im Kaffee vermeiden

Wenn Sie Acrylamid in Ihrem Kaffee vermeiden möchten, dann gilt: Augen auf beim Kaffeekauf! In industriell hergestelltem Kaffee, welcher innerhalb von wenigen Minuten bei sehr hohen Temperaturen im Heißluftröster geröstet wird, ist viel mehr Acrylamid enthalten, als im Kaffee welcher schonend im Trommelröster geröstet wurde. Und genau deshalb wird unser Kaffee schonend und traditionell und mit ganz viel Liebe geröstet.

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